Wir über uns

Die Gründung im ADAC:

Am 19. März 1961 wurde die Motorsportabteilung des Polizeisportvereins Gelsenkirchen e.V. im ADAC gegründet. 1. Vorsitzender dieser Vereinigung war Polizeioberkommisar Viktor. Auf der Gründungsversammlung erörterte er zunächst Zweck und Ziel der Gründung und gab die bisher erzielten Ergebnisse der Vorverhandlungen mit dem ADAC bekannt. Danach war es jedem Polizeibeamten, der Mitglied im PSV ist, möglich, für einen ermäßigten Jahresbeitrag Mitglied des ADAC zu werden. Voraussetzung dafür war, dass die Abteilung Motorsport innerhalb des PSV nach den Satzungen des ADAC gegründet, d.h., dass ein unabhängiger ordentlicher Vorstand gewählt wurde. So entstand dann die MSA des PSV. 

Die ersten Vorstandsmitglieder waren die Herren Viktor, Zallmann, Dithmer, Hemsing, Wittmann, Heitmann und Kopf. Am 25. April 1961 trat man nach der Gründungsversammlung zur ersten Mitgliederversammlung zusammen. Um 16.50 Uhr eröffnete der 1. Vorsitzende Viktor die Versammlung im Unterrichtsraum im Polizeipräsidium in Gelsenkirchen Buer und begrüßte die so zahlreich Erschienenen. Der Raum erwies sich fast als zu klein, denn etwa 100 Mitglieder füllten ihn bis auf den letzten Platz. 

Aktivität zeigte man noch nicht, man steckte ja schließlich noch in den Kinderschuhen. Dies sollte sich aber in den folgenden Jahren ändern...


Polizeisternfahrten:

Das größte Ereignis des Jahres 1962 war zweifellos die 17. Internationale Polizeisternfahrt nach Brügge (Belgien), zu der erstmalig eine geschlossene Mannschaft gemeldet wurde. Diese bestand immerhin aus 11 Fahrzeugen mit 16 Mitgliedern, außerdem waren 11 Angehörige dabei. Eine besondere Überraschung für die Teilnehmer war der erste Pokal in der Geschichte der MSA, der als 23. Preis überreicht wurde. Die herzliche Aufnahme und Kameradschaft unter den internationalen Polizeisternfahrern blieb allen unvergessen. So entschloss sich der damalige Vorstand, sich an diesem jährlich stattfindenden internationalen Treffen regelmäßig zu beteiligen. Dieses führte unsere Mitglieder inzwischen in alle europäischen Winkel: Blackpool, Berlin, Wien, Hamburg, Luzern, Kassel, Krumpendorf, St. Etienne, Leiden, Bamberg, Florenz, Zaragoza, München, Bremen, Basel, Lignano, Budapest, Linz und im letzten Jahr nach Torun. Seit 1970 war die MSA Dank des damaligen Vorstandsmitglieds Herbert Reimer immer unter den drei stärksten Clubs vertreten. 

Im Jahre 1987 hat die International Police Motor Corporation (IPMC) - die Dachorganisation der Internationalen Polizeisternfahrten - eine Europameisterschaft im Motorsport ins Leben gerufen. Alle vier Jahre werden die EM-Titel vergeben. Erfreulich für die MSA, dass im Jahre 1994 der 5. Platz in der Kradeinzelwertung an Uwe Külbel ging, in der Kradmannschaftswertung ging der 5. Platz ebenfalls an die MSA.

Höhepunkt in der Geschichte der MSA war zweifellos die 48. Internationale Polizeisternfahrt Ruhrgebiet im Jahre 1994. Mit den Polizei-Motorsportclubs aus Bochum, Duisburg und Mülheim an der Ruhr haben wir dieses Großereignis organisiert. 1500 Polizisten und Mitglieder aus den Polizeisportvereinen aus 16 Nationen waren in unserer Region vertreten. Mit den Clubs aus Russland, Weißrussland, der Ukraine, Polen und Ungarn war Osteuropa recht stark vertreten. Der Eröffnungstag mit der Zieleinfahrt am Parkstadion und der Begrüßung der Teilnehmer durch den Innenminister des Landes NW, Dr. Herbert Schnoor, fand in Gelsenkirchen statt, wo auch auf dem Parkplatz C des Parkstadions ein Campingplatz eingerichtet wurde. Trotz der immensen Arbeit werden diese Tage allen MSA-Verantwortlichen unvergessen bleiben.


Sonstige Sternfahrten:

Stuttgart und Meran waren bis Ende der 70er Jahre die Zielorte jährlich stattfindender Sternfahrten, an denen die MSA ebenfalls mit starker Mannschaftsbeteiligung teilnahm. Aber auch Wien, Hamburg und Bielefeld führten kleinere Veranstaltungen aus Anlass verschiedener Jubiläen durch.


Clubmeisterschaft:

1963 konnte der schon lange gehegte Plan durchgeführt werden, einen Clubmeister zu ermitteln. Gewertet wurden eine im Mai durchgeführte Orientierungsfahrt und ein später durchgeführtes Geschicklichkeitsturnier. Aller Anfang war schwer. Dies bestätigte sich auch hier. Die Teilnahme an dieser Veranstaltung war sehr spärlich. Dabei werden die meisten Mitglieder, die mitgemacht haben, heute noch bestätigen, dass diese erste Veranstaltung sehr viel Spaß gemacht hat, obwohl fast keiner Erfahrungen hatte. Zu beiden Veranstaltungen erschienen je 24 Mitglieder(!). Erster Clubmeister wurde Hermann Stöckmann. Auch in den folgenden Jahren wurden Clubmeisterschaftsläufe veranstaltet. Doch wenn man im Jahre 1963 von spärlichen Teilnehmerzahlen sprach, so wäre der heutige Sportleiter von diesen Zahlen entzückt. Seit Beginn der 80er Jahre gehen die Teilnehmerzahlen stetig zurück. Gerade im Bereich des Orientierungssports, mit der Folge, dass die MSA in den nächsten Jahren auf diese Sparte verzichten wird.


Sonstiges aus der Geschichte der MSA:

Im Jahre 1964 betrug der Preis für einen Liter Normalbenzin an der MSA-eigenen Tankstelle 0,44 DM und für Superbenzin 0,51 DM!

1969 wurde erstmals eine Ausfahrt mit Waisenkindern gemacht. Clubmitglieder stellten ihre Fahrzeuge zur Verfügung für einen Ausflug nach Reken.

Beim Korso durch die Innenstadt von Kassel aus Anlass der Polizeisternfahrt 1973 sagte ein kleiner Junge, als er den selbstgebastelten Förderturm auf dem Dach des Wagens von Werner Pawlak sah: "Schau mal Mutti, eine abgebrannte Kirche!" 

Bei den Mofa-Moped-Fahrern gelang es 1980 unseren Jugendlichen Marion Bednarz und Martin Jäger, beim Gau-Turnier des ADAC hervorragende Plätze zu belegen: Marion Platz 3 und Martin Platz 1 und damit Gausieger! Beim anschließenden Bundesturnier kam Martin Jäger auf den 10. Platz.

Erstmalig wurden 1980 ein Grillabend in einer Lembecker Scheune und eine Kinder-Rallye durchgeführt.

1982 wurde die Jugendgruppe der MSA gegründet. 

1984 entfernten wir uns vom Motorsport und richteten eine Fahrrad-Rallye durchs Münsterland aus. Ebenso versuchten wir gegen die Sportpresse Fußball zu spielen, wurden aber nur 2. Sieger.

1986 wurde erstmalig der "Heimatwettbewerb Ruhrgebiet" durchgeführt. 16 Objekte in 16 verschiedenen Städten des Ruhrgebiets waren anzufahren, um dort Fragen zu beantworten. Ziel dabei ist es, den Teilnehmern das Ruhrgebiet näher zu bringen, damit sie schnell feststellen, dass es nicht nur unschöne Ecken in dieser Region gibt. Der Erfolg war so groß, dass diese Veranstaltung in diesem Jahr zum 10. Mal durchgeführt wird.

1987 wurde mit einer weiteren Serie begonnen: Der Polizeimeisterschaft im Motorsport - sowohl für Kradfahrer als auch für Automobilisten. Auf Dienstfahrzeugen wurden die Meister im Geschicklichkeitsfahren ermittelt.

1995 kaufte sich die MSA ein 60 m² großes Zelt. Das erste Fest darin war allerdings ein Flop, weil die Mitglieder diesen Termin nicht richtig registriert hatten.

1999 wurde Claudia Retzki deutsche Meisterin im Krad-Turniersport


Vorsitzende der MSA:

Kontinuität an der Spitze der MSA konnte in den letzten 56 Jahren praktiziert werden: Nur 6 Vorsitzende hat die Abteilung bisher "verschlissen":

 Heinrich Viktor

von 1961 bis 1963 

 Heinrich Dithmer

von 1963 bis 1969 

 Walter Wittmann

von 1969 bis 1981 

 Herbert Reimer

von 1981 bis 1993 

 Hans-Josef Funke

von 1993 bis 1996 

 Klaus-Peter Reimer

von 1997 bis 2017

 Thomas Meier

ab 2017

 


Mitgliedsbeitrag:

Der Mitgliedsbeitrag in der Motorsportabteilung beträgt jährlich 36,00 €  für Erwachsene. Für Familien beträgt der Beitrag für die 1. Person 36,00 €, für die 2. Person 30,00 € und jedes weitere Familienmitglied 24,00 €

Mitglieder der MSA Jugendgruppe zahlen 24,00 €